Donnerstag, April 25, 2019

Generalversammlung

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Thomas Ruff

Bei der Generalversammlung am 23. Mai 2016 im Forum in Melle konnte der Vorstand den Mitgliedern über ein erfolgreiches Jahr 2015 berichten. Die Volksbank weist für das letzte Jahr erfreuliche Zahlen auf. Beim Ausblick auf die nächsten Jahre geht die Bank nach den Worten von Vorstand Thomas Ruff von rückläufigen Ergebnissen aus.

Hauptgrund sind die von der Europäischen Zentralbank (EZB) gesteuerten Zinsen auf ein historisches Niedrigzinsniveau. Banken sind deshalb, so Thomas Ruff weiter, im Umbruch. Bewährte Geschäftsmodelle werden durch die außergewöhnlich niedrigen Zinsen auf den Prüfstand gestellt. Zusätzlich belastet vor allem kleine Banken eine überzogene Regulatorik durch die Bankenaufsicht.

Welche Auswirkungen die Niedrigzinsphase für die Mitglieder und Kunden der Volksbank hat, beantwortete Dr. Michael Holstein mit seinem interessanten Vortrag „Gefährdet die Europäische Geldpolitik unseren Wohlstand?“.

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Dr. Michael Holstein

So zeigte Dr. Michael Holstein, Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der DZ BANK in Frankfurt, auf, dass es in Folge der Niedrigzinsen im Zeitraum 2010-2015 bereits zu Einkommenseinbußen von über 260 Mrd. Euro Seitens der privaten Haushalte gekommen ist. Die Tendenz ist steigend und allein für 2016 dürften die Zinseinbußen der Privathaushalte bei rund 80 Mrd. Euro liegen.

Den Zinseinbußen stehen jedoch auch Einsparungen bei den Kreditzinsen von ca. 108 Mrd. Euro (2010-21015) gegenüber.

Als Lösungsmöglichkeit zeigte Michael Holstein den Weg einer sinnvollen Vermögensstrukturierung auf. Diese muss sich an den persönlichen Anlage- und Risikopräferenzen jedes Einzelnen orientieren. Denn, so Dr. Michael Holstein, je länger die Niedrigzinsphase dauert, um so mehr steigt die Gefahr von Überbewertungen am Immobilien- und Aktienmarkt.