Zwei Schecks in Höhe von je 1000 Euro übergab Volksbank-Vorstand Thomas Ruff (links) an den Förderverein der Süderbergschule und „Sportler 4 a Children’s World“. Foto: Ropers

Zweimal 1000 Euro aus Spendenlauf

Volksbank stockt Startgelder auf – Für Bücher und Therapieraum

rop Hilter. Das wenig einladende Wetter hielt sie nicht ab: Rund 80 Sportler starteten beim Volksbank-Spendenlauf im Rahmen des Ockermarktes für den zweifach guten Zweck. Ihre Startgelder stockte die Volksbank eG Bad Laer-Borgloh-Hilter-Melle auf und übergab nun zwei Schecks in Höhe von jeweils 1000 Euro.

„Wir möchten Gutes tun – hier vor Ort in Hilter und auch überregional“, begründete Bankvorstand Thomas Ruff die Aktion, die im Oktober zum dritten Mal Läufer aus weitem Umkreis auf die fünf und zehn Kilometer langen Strecken lockte. Über ihr Engagement können sich nun unter anderem die Kinder in der Süderbergschule freuen. Denn die ersten 1000 Euro gingen am Freitag an den Förderverein der Schule, der von dem Geld neue Bücher für die „Schmökerstube“ anschaffen will.

Den zweiten Scheck nahmen John McGurk und Jürgen Rosenfeld vom Verein „Sportler 4 a childrens world“ entgegen, der damit das Projekt „Wildwuchs“ des Jugendhilfeträger „per se!“ in Osnabrück-Atter unterstützt. „Wildwuchs“ bietet acht Plätze für Jugendliche, die nicht zu Hause leben können und aufgrund ihrer eigenen Belastung oft schon in vielen anderen stationären Einrichtungen gescheitert sind.

„Wir möchten Jugendlichen, die angeblich nicht mehr zu führen und zu leiten sind, eine Möglichkeit des Wohnens und der Betreuung geben, die individuell ist, aushalten kann und die Besonderheiten der jeweiligen Biografien anerkennt“, erklärte „per se!“-Gründerin und Geschäftsführerin Renate Fuchs. Individuell – das kann etwa heißen, dass ein Jugendlicher, der seit seinem 15. Lebensjahr auf der Straße ist, erst einmal in einem Wohnwagen leben darf, um allmählich zu lernen, dass es Menschen gibt, denen er vertrauen kann.

Für die pädagogische Arbeit von „Wildwuchs“ soll nun in einem Fachwerkhaus auf dem Gelände ein Sozial- und Therapieraum eingerichtet werden. Doch das Dach des Hauses ist marode und muss dringend erneuert werden. Rund 100 000 Euro seien dafür erforderlich, berichtete Renate Fuchs bei der Spendenübergabe: „Das sind die ersten 1000 Euro.“

Foto & Artikel von Petra Ropers. Erschienen in der Neuen Osnabrücker Zeitung / Südkreis / Seite 23 am 20.11.2017